Deutsch-chinesisches Projekt zum Thema Müllvermeidung

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Mitte August erhielten 14 Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs des Are-Gymnasiums und ihre 12 gleichaltrigen chinesischen Gäste die Gelegenheit, mit einer jeweils gänzlich anderen Kultur in Berührung zu kommen. In einem Projekt zum Thema Müllvermeidung konnten sie viel miteinander und voneinander lernen.

So widmeten sich die Jugendlichen zum Beispiel in einem Wettbewerb der Herausforderung, ein Ei mit möglichst umweltschonenden Materialien so stabil zu verpacken, dass es bei einem Sturz aus dem ersten Stock nicht zu Schaden kommt. In einem weiteren Workshop gingen sie der Frage nach, welche Strategien angewandt werden können, um nachhaltiger mit Nahrungsmitteln umzugehen. Für die chinesischen Schülerinnen und Schüler waren insbesondere das System der Biotonne und das Netzwerk der Tafeln in Deutschland bisher unbekannte Ansatzmöglichkeiten. Ihre Gastgeber zeigten sich von der Recycling-Idee eines chinesischen Unternehmens begeistert, Maden zu züchten. Diese vertilgen täglich das Dreifache ihres Körpergewichtes an Lebensmittelabfällen, um ausgewachsen als eiweißreiche Futterquelle in der Viehzucht eingesetzt zu werden. „Ich wusste nicht, dass es in China eine Geste der Gastfreundschaft ist, große Mengen an Essen aufzutischen. Da scheint mir die Idee mit den Maden umso lohnenswerter“, befand Jette Weissbrod, Schülerin des Are-Gymnasiums, lachend.

Neben einem die Gruppe zusammenschweißenden Besuch des Kletterwaldes in Bad Neuenahr standen auch Kooperationsspiele in der Turnhalle und der gemeinsame Besuch des Regelunterrichts auf dem Programm. „Es ist sehr beeindruckend, wie viel mehr die Interaktion zwischen Lehrer und Schüler im Unterrichtsgeschehen hier im Mittelpunkt steht“, urteilte Fang Xueping, Leiter der chinesischen Delegation.

Das Wochenende war der individuellen Planung durch die Familien gewidmet. So ging es zum Beispiel für Wang Xingqi das erste Mal in ihrem Leben auf eine Tour mit dem Motorrad, während Hao Wenqi sich nach dem Besuch des Trainings der U17-Mannschaft des 1. FC Kölns über ein gemeinsames Foto und ein signiertes Trikot freuen durfte.

Für alle Beteiligten waren es großartige und bereichernde Tage, weshalb es nicht überraschte, dass beim Abschied sowohl auf deutscher als auch auf chinesischer Seite einige Tränen flossen.

Schon jetzt freuen sich die deutschen Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren für den Austausch verantwortlichen Lehrkräften Nina Pfeil und Philipp Rienecker auf ihren Rückbesuch in der Millionenstadt Qingdao im nächsten April, bei dem auf der Reiseroute auch Aufenthalte in Peking und Shanghai eingeplant sind.

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