Literaturprojekt verbindet Jugendliche aus drei Nationen

Zu Beginn der Pandemie gingen die Schlagbäume zwischen Deutschland und seinen Nachbarn runter und die Grenzen wurden größtenteils geschlossen. Alte Ressentiments wurden plötzlich wieder wach und schockierten Jugendliche und das Kollegium. Nur ein Mittel ist dagegen gewachsen: Die Begegnung zwischen lernenden und lehrenden Nachbarn.

Folglich herrscht am Are-Gymnasium große Freude, da das triregionale Literaturprojekt mit den Partnerschulen, dem Lycée international Charles de Gaulle in Dijon (Frankreich) sowie dem Gymnázium Přibram (Tschechische Republik) als förderungswürdig begutachtet wurde. Die aufwendige Bewerbung beim Erasmus-Programm, das Europas Schulen verbindet, hat sich gelohnt. Das seit 2016 bestehende Projekt steht nun finanziell auf sicheren Füßen und kann jährlich in einem der drei Länder durchgeführt werden.

Ausgestattet mit hübschen Europamasken werden sich im kommenden März in Bad Neuenahr französische, tschechische und deutsche Schülerinnen und Schüler in französischer Sprache begegnen und sich mit den witzigen und unsentimentalen Erzählungen aus Karen Köhlers Wir haben Raketen geangelt kreativ auseinandersetzen. Exkursionen in die Umgebung runden den Besuch ab. Bis es zu dem hoffentlich realen Schüleraustausch kommt, begegnen sich die Schülerinnen und Schüler und ihre begleitenden Lehrerpersonen virtuell über eTwinning und Videokonferenzen.

Die Erfahrungen der Französischfachschaft des Are-Gymnasiums zeigen, dass der direkte Kontakt, das Gefühl, als Gast im Nachbarland willkommen zu sein, die Schülerinnen und Schüler nachhaltig beeindruckt. Im Anschluss an den Aufenthalt in Tschechien, wo Deutsche eher selten Urlaub machen, brachte es ein Schüler so auf den Punkt: „Das kann man nicht erzählen – man muss dabei gewesen sein!“

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