Mathematik und Jubeln ohne Grenzen

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Über die ganze Region Rhein-Ahr verteilt präsentierten sich die Sieger des 27. Internationalen Wettbewerbs „Mathematik ohne Grenzen (MoG)" 2018 bei der Preisverleihung am Are-Gymnasium, wo Thomas J. Portugall Vertreter vieler teilnehmender Schulen willkommen heißen konnte. Im Namen der Schulleitung des Are-Gymnasiums stimmte der Schulleiter, Oberstudiendirektor Heribert Schieler, die Gäste auf die Preisverleihung ein. Seit zwanzig Jahren wird in der Region Rhein-Ahr dieser Teamwettstreit durchgeführt, dessen Besonderheit darin liegt, dass sowohl mathematische als auch fremdsprachliche Fähigkeiten gefragt sind. So ist zum Beispiel die erste Aufgabe nur auf Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch gestellt und muss auch in einer dieser Sprachen bearbeitet und gelöst werden.

Die Idee des Wettbewerbs entstand Ende der 80iger Jahre im Elsass, entwickelt von Mathematiklehrern. Sie wollten zeigen, wie Mathematik über die Staatsgrenzen hinaus die Schüler verbinden kann. Diese Idee hat sich herumgesprochen. In ganz Europa gründeten sich neue Regionen, so auch 1998 am Are-Gymnasium die Region Rhein-Ahr. Weltweit wird der Wettbewerb in 18 Sprachen und 30 Ländern durchgeführt (z.B. auch in Brasilien, Cameroun, Benin), so dass mittlerweile circa 300 000 Schüler jährlich zur gleichen Zeit die interessanten Aufgaben lösen.

Geteilte vierte Plätze zu je 75 Euro Preisgeld belegten in diesem Jahr sowohl die Schülerinnen und Schüler des Kurses 11 LK M2 des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums Münstermaifeld punktgleich mit dem Kurs 11 LK M2 des Rhein-Wied-Gymnasiums Neuwied.

Der dritte Platz (150 Euro) ging an den 11 LK M2 des Wiedtal-Gymnasiums Neustadt/Wied, den zweiten Platz (200 Euro) errechneten sich die Schüler des LK M3 vom Mons-Tabor-Gymnasium aus Montabaur und den Siegerplatz (250 Euro) errang der LK M1 des Peter-Joerres-Gymnasiums aus Ahrweiler.

Die besten Mathematiker der Jahrgangsstufe 10 stellte die Klasse 10h des Are-Gymnasiums aus Bad Neuenahr, die unter großem Jubel und freudestrahlend ihre Urkunde und das Preisgeld in Höhe von 250 Euro entgegennahm. Mit zwei Punkten Rückstand folgte die 10 L2 des Martin-Butzer-Gymnasiums Dierdorf (200 Euro).

Zwei dritte Preise mit nur einem halben Punkt weniger zu je 125 Euro schafften die 10b des Martinus-Gymnasiums Linz sowie die 10b des Mons-Tabor-Gymnasiums Montabaur und wiederum einen halben Punkt weniger gab es für die 10b des Kurfürst-Salentin-Gymnasiums Andernach und die 10a des Mons-Tabor-Gymnasiums Montabaur einen geteilten fünften Platz (je 50 Euro).

Auch beim Sonderpreis für den besten Grundkurs in der Region Rhein-Ahr teilte man sich den Siegerplatz: Der 11 GK m3 des Peter-Joerres-Gymnasiums Ahrweiler sowie der GK 11b der Schönstätter Marienschule in Vallendar verbuchten jeweils 200 Euro auf ihrem Klassenkonto.

Der frühere Are-Schüler Michael Jünger, jetzt Bereichsleiter Firmenkunden der Kreissparkasse Ahrweiler, Boris Quade, Gebietsdirektor der Sparkasse Neuwied und Filialleiter Norbert Tullius (Kreissparkasse Mayen-Andernach) gratulierten mit Urkunden nebst Preisgeldern den siegreichen Teams zu ihrem Erfolg und begründeten den finanziellen Einsatz der regionalen Sparkassen mit der Zielsetzung, die Leistungen der Jugendlichen in ihrem Geschäftsgebiet aktiv zu fördern. Damit stehen dem heimischen Arbeitsmarkt in Zukunft gut ausgebildete Nachwuchskräfte zur Verfügung. Weitere Preisgelder steuerten die Sparkasse Westerwald sowie die Sparkasse Koblenz bei.

Der Dank galt vor allem auch Thomas J. Portugall, der mit großem Interesse und Sachverstand die umfangreiche Organisation bewältigte.

Zum zwanzigsten Jubiläum extra aus Kaiserslautern angereist, hielt die Koordinatorin aus Rheinland-Pfalz, Gabriele Lapport, die Festrede. Sie hob hervor, dass die außergewöhnlich hohe Beteiligung auf die besonders gelungene Konzeption des Wettbewerbs und die abwechslungsreichen, alltagsorientierten Aufgaben von ganz unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad zurückzuführen ist.

In seinem Rückblick auf die langjährige Erfolgsstory machte der Begründer der Region Rhein-Ahr, Thomas J. Portugall, deutlich, dass der Reiz dieses Kräftemessens darin liege, dass dank Klassen-Teamwork auch weniger begabte „Mathematiker" positive Erlebnisse für sich verbuchen könnten. Er dankte den Schülerinnen und Schülern für die Bereitschaft, sich den kniffligen Aufgaben zu stellen und den Lehrkräften und Juroren für ihr fortdauerndes Engagement.

Mit Gesangseiträgen wie z.B. dem Hallelujah von Leonard Cohen begeisterte der Chor „Vocal AREa“ des Are-Gymnasiums unter Leitung von Thomas Giesen bei der Preisverleihung und gab der Veranstaltung einen schwungvollen musikalischen Rahmen.

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