Von Elektrorollern, deutschen Werten und neuen Freundschaften

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14 Schülerinnen und Schüler des Are-Gymnasiums erhielten während ihres Rückbesuches im April auf ihren Stationen in Peking, Qingdao und Shanghai die Gelegenheit, zwei Wochen lang in eine ihnen bislang gänzlich fremde Kultur einzutauchen.

Während ihres Aufenthaltes im Internat der Qingdao Experimental High School erlangten die Jugendlichen einen authentischen Einblick in den von 7:40 bis 22:00 Uhr dauernden Schultag. Neben Kalligraphie-, Kultur- und Tai Chi-Unterricht ließen sich in einer Philosophiestunde Parallelen zwischen Konfuzius und Immanuel Kant feststellen. Beide betonten die Bedeutung eines sozialen Umgangs miteinander. Dass hierbei in Gruppen gearbeitet wurde ist für chinesische Verhältnisse fortschrittlich und verdeutlicht, weshalb die Schule den Namen „Experimental“ zu Recht trägt.
Das Wochenende verbrachten die Schülerinnen und Schüler dann bei ihren Gastfamilien, mit denen sie die Millionenmetropole und ehemalige deutsche Kolonie Qingdao erkundeten. Hierbei stellten die Gastgeber ein vielseitiges Programm auf die Beine. So durfte zum Beispiel Marie Müller pünktlich zur Kirschblüte die „Cherryblossom Avenue“ und die Altstadt mit ihren wilhelminischen Gebäuden entdecken, während sich Vanessa Giffels bei der Zubereitung der als Jiaozis bezeichneten chinesischen Teigtaschen in der Küche beweisen konnte. Ein Höhepunkt war der Besuch des Bosch-Werkes, in dem effiziente Einspritzdüsen für Motoren hergestellt werden. „In China ist vieles auf das schnelle Wachstum ausgerichtet. Die Firma Bosch stellt mit Ihren Prinzipien des nachhaltigen Wachstums einen Gegenentwurf dazu dar und ist zudem noch weltweit erfolgreich. Das beeindruckte die Schülerinnen und Schüler beider Kulturen,“ befand Nina Pfeil, stellvertretende Schulleiterin des Are-Gymnasiums, vor Ort.
Umrahmt wurde der intensive und bereichernde Einblick in das chinesische Familien- und Schulleben in Qingdao mit Aufenthalten in den Megastädten Peking und Shanghai. Ob beim Erkunden der Großen Mauer, der Verbotenen Stadt, des Himmels- und Lamatempels oder im Strapenverkehr; überall ließen sich unvergessliche Eindrücke, Fotos mit Einheimischen und eine beachtliche Anzahl gelaufener Kilometer sammeln: „Mich hat besonders der rasche Fortschritt der E-Mobilität beeindruckt: Fast alle Motorroller, viele Autos sowie Busse fahren rein elektrisch,“ so Björn Happe, Schüler des Are-Gymnasiums.

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