Anti-Mobbing-Gruppe

Informationen zum Umgang mit Mobbing

1. Definition: Was ist Mobbing?

Nicht jeder Streit ist Mobbing. Mobbing ist eine Form von Gewalt. Mit Mobbing wird keine einzelne Tat, sondern eine Vielzahl von wiederkehrenden Angriffen gekennzeichnet.

Mobbing zeichnet sich insbesondere durch folgende Merkmale aus:

  • Das Mobbinggeschehen dauert über einen längeren Zeitraum (mindestens einmal pro Woche über mindestens sechs Monate)
  • Mobbinghandlungen können verbale Attacken, physische und auch
  • psychische Gewalt umfassen. Sie können direkt oder indirekt erfolgen.
  • Mobbing erfolgt systematisch durch eine oder mehrere Personen gegen eine Mitschülerin oder Mitschüler.
  • Zwischen Täter und Opfer besteht ein Machtgefälle.
  • Das Opfer kann sich nicht aus eigener Kraft zur Wehr setzen und folglich das Mobbinggeschehen nicht selbst beenden.
  • Das Mobbinggeschehen ist ein Gruppengeschehen (Klassengeschehen), bei dem alle Gruppenmitglieder in verschiedenen Rollen beteiligt sind

2. Erwartungen an die Mitglieder der Schulgemeinschaft

Alle Mitglieder der Schulgemeinschaft (Schüler, Eltern und Lehrer) sind mitverantwortlich dafür, dass sich jeder an der Schule wohlfühlt und dass Schule angstfreier Raum ist. Darum gelten am Are-Gymnasium folgende Grundsätze:

  • Wir respektieren und achten die Würde unserer Mitmenschen.
  • Wir beteiligen uns nicht an der Entstehung und Verbreitung von Gerüchten.
  • Wir unterstützen jeden Mitmenschen, der von Schikanen anderer betroffen ist.
  • Wir verpflichten uns, gemeinsam gegen Mobbing vorzugehen

3. Vorgehen im Mobbing-Fall

Von Mobbing-Situationen Betroffene brauchen Unterstützung von außen, denn Mobbing-Opfer können sich meist nicht mehr selbst wehren.

Schüler/innen sollen den Mut haben, sich an eine Person zu wenden, die helfen kann (Lehrer, Eltern, Freunde). Viele Opfer schämen sich, dass sie gemobbt werden und leiden still vor sich hin. Es ist jedoch wichtig, dass sie erwachsenen Personen, denen sie vertrauen, von Mobbing-Vorfällen erzählen, damit das Mobbing gestoppt werden kann.

Lehrer/innen sollen klar Stellung beziehen und Schülerinnen und Schüler ermutigen, über Mobbing-Vorfälle zu berichten.

Eltern sollten die Warnsignale von Mobbing kennen. Sie sind die wichtigsten Ansprechpartner ihrer Kinder. Sie sollten aufmerken, wenn ihr Kind nicht mehr in die Schule gehen will, sich oft krank fühlt, Albträume hat oder Schulsachen beschädigt nach Hause bringt. Bei Mobbing-Verdacht sollten sie umgehend die Klassenleitung informieren. Wichtig ist zu bedenken, dass Initiativen zwischen betroffenen Eltern die Mobbingsituation in der Regel verschärfen. 

Eine Expertengruppe des Are-Gymnasiums ist eingerichtet worden, um Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte zu unterstützen. Die speziell ausgebildeten Kolleginnen und Kollegen haben in diversen Fortbildungen verschiedene Konzepte zum Umgang mit Mobbing-Fällen kennen gelernt und bereits im Schulalltag angewandt.

Weiterführende Informationen finden Sie unter: http://www.mobbing-in-der-schule.info oder auf unserer Homepage.