Medienscouts am Are-Gymnasium

Um die Medienkompetenz und Medienbildung an rheinland-pfälzischen Schulen zu fördern wurde 2007 das 10-Punkte-Programm der Landesregierung Rheinland-Pfalz „Medienkompetenz macht Schule“ auf den Weg gebracht. Das durch die Initiative des Landes Rheinland-Pfalz ins Leben gerufene Projekt „Medienscouts“ ist seit Anfang 2014 Bestandteil unseres Schulprofils.

Ziel der Medienscoutausbildung ist, Schülerinnen und Schüler für einen verantwortungsvollen Umgang mit den Angeboten des Internets und des Web 2.0 im Speziellen zu sensibilisieren und sie als Tutorinnen und Tutoren bzw. Beraterinnen und Berater für die Schülerschaft zu gewinnen.

Die Medienscouts sind als sinnvolle Erweiterung der bereits etablierten Streitschlichter-AG zu verstehen. Die im Zweijahreszyklus auszubildenden 8-12 Medienscouts aus der Jahrgangsstufe 8 werden während einer ganztägigen Ausbildung durch Frau Ritzert, Herrn Schübel, Herrn Zell und nach Möglichkeit von externen Referenten am Are-Gymnasium mit dem weiten Themenfeld der Medienprävention vertraut gemacht. An diesem Tag werden grundlegende ethische, pädagogische und rechtliche Fragen geklärt.

Am Ende dieser Phase werden Kleingruppen gebildet und thematische Schwerpunkte (z.B. Cyber-Mobbing, Urheberrecht, Datenschutz usw.) für die Präventionsarbeit gesetzt. Diese werden wiederum in vertiefenden Sitzungen so ausgearbeitet, dass kurze Präsentationen für die Jahrgangstufe 6 entstehen. Die Medienscouts erstellen hierbei Material und Hintergrundinformationen zu den Bereichen Kommunikation, Information und Präsentation im Netz. Das Thema Sicherheit, insbesondere beim Erstellen von Passwörtern, sowie der wichtige Aspekt Cybermobbing haben einen hohen Stellenwert bei den Recherchen, zu denen die Medienscouts während ihrer Ausbildung motiviert werden.

Im Anschluss an die Ausbildungsphase besuchen jeweils zwei Scouts verschiedene Klassen der Orientierungsstufe, um das von ihnen Erarbeitete zu präsentieren und Fragen rund um die Chancen und Risiken der medialen Lebenswelt zu thematisieren.

Dies geschieht weitestgehend ohne Beaufsichtigung der betreuenden Lehrkräfte. Auch der Aufbau der Technik wird durch entsprechende Experten der Medienscouts übernommen. Somit bleiben wir der pädagogischen Leitidee treu: Schüler informieren Schüler.

Informationen zu Cyber-Mobbing

Was ist Cyber-Mobbing?

Cyber-Mobbing basiert grundsätzlich auf dem Wort Mobbing. Beim Cyber-Mobbing wird die Belästigung, Beleidigung des Opfers jedoch nicht von Angesicht zu Angesicht, sondern über elektronische Hilfsmittel auf digitalem Wege umgesetzt.

Im Unterschied zur gängigen Definition, nach der Mobbing über einen längeren Zeitraum erfolgt, gilt auch einmaliges Hochladen oder Weiterleiten von beleidigenden Aussagen und Bildern als Cyber-Mobbing, denn das Netz „vergisst“ nichts.

Wie wird gemobbt?

Gemobbt wird beim Cyber-Mobbing auf unterschiedlichen Wegen. Bei den Mobbern sind Angriffe über Soziale Netzwerke wie etwa Facebook oder WhatsApp besonders beliebt. Auch die Belästigung per Kurznachricht über das Handy ist sehr häufig anzutreffen.

Wer wird gemobbt?

Opfer von Cyber-Mobbing-Angriffen sind in den meisten Fällen Kinder und Jugendliche, auch Lehrkräfte, die in eine Opferrolle gedrängt werden. Gerade in der Pubertät kann es dabei schnell geschehen, dass ein Kind zum Ziel massiver Mobbing-Angriffe wird, weil es nicht den Erwar-tungen der mobbenden Person oder Gruppe entspricht. Häufig suchen sich Mobber die ihrer Ansicht nach schwächste Person aus, die nicht deren Vorstellungen entspricht.

Wer mobbt?

Bei den Mobbern handelt es sich meist um Personen oder sogar Gruppen von Personen, die sich selbst in einer überhöhten Position sehen. Meist überspielen Mobber dadurch eine eigene Unsicherheit.

Wer kann helfen?

Sobald eine Person zum Ziel von massiven Cyber-Mobbing-Angriffen wird, muss sofort eingegriffen werden. Die psychischen Schäden können bereits bei kurzer Dauer schwerwiegend sein.

Mitschüler: Da das Mobbing meist von Mitschülern ausgeht, ist es dringend zu empfehlen, bei der Bekämpfung die Mitschüler einzubeziehen. Wer um Hilfe bittet, wird diese in den meisten Fällen auch erhalten.

Lehrer: Sobald ein Kind oder Jugendlicher zum Opfer von Cyber-Mobbing wird, sollten auch die Lehrer der Schule involviert werden. Nur wenn diese von der Problematik wissen, können sie im schulischen Alltag aktiv eingreifen.

Anti-Mobbing-Gruppe: Ausgebildete Lehrkräfte sowie unsere pädagogische Fachkraft nehmen sich des Mobbingfalles an, nachdem sie von der Klassenleitung informiert worden sind.

Eltern: Eine tragende Rolle bei der Bekämpfung von Cyber-Mobbing kommt den Eltern zu. Diese müssen gerade in der Zeit des Cyber-Mobbings bis zur Lösung des Problems eine stabile Rückzugsmöglichkeit für das eigene Kind bieten und seine Sorgen ernst nehmen.

Ansprechpartner des Are-Gymnasiums:

  • S. Schäfer-Heuermann (Beratungslehrerin)
  • C. Perser und S. Schübel (Verbindungslehrer/Betreuer der Medienscouts)
  • S. Kleinhans (päd. Fachkraft)
  • T. Zell und S. Schübel (Jugendmedienschutzbeauftragte)

Telefonseelsorge: Die Telefonseelsorge bietet eine gute erste Anlaufstelle, um die Situation des Cyber-Mobbings erst einmal anonym zu besprechen. Hierfür eignet sich besonders die kostenlose Nummer gegen Kummer (0800 111 0 333).

Online-Beratung: Eine anonyme Beratung bietet auch die Bundeskonferenz für Erziehungsberatung e. V. Diese ist über https://www.bke-beratung.de/ zu erreichen und für Schüler sowie Eltern jederzeit kostenlos.

Ist Cyber-Mobbing strafbar?

Einzelne Handlungen des Cyber-Mobbings können strafbar sein. Dazu gehören vor allem Beleidigungen und schädigende Behauptungen sowie Nötigung (Androhung körperlicher Gewalt). Auch das unerlaubte Anfertigen und Weiterleiten von Fotos und Videos sowie die Veröffentlichung peinlicher oder unangenehmer Materialien ist strafbar.

Weitere Informationen:

www.klicksafe.de

Quelle: http://www.techfacts.de/ratgeber/was-ist-cyber-mobbing

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